Praxis Dr.med. Hans Joachim von der Burchard

Bei einem Zeckenstich (auch Zeckenbiss) wird die  Haut von einer Zecke durchstochen, um Blut saugen zu können. Zu Beginn injiziert die Zecke mehrere Substanzen, unter anderem:

  1. Gerinnungshemmende Substanzen zur Verbesserung des Blutflusses
  2. Ein Betäubungsmittel, damit der 'Gestochene' den langen Verbleib der Zecke möglichst nicht bemerkt

Beim nun folgenden Saugen können Krankheitserreger, welche die Zecke befallen haben, in den Menschen übertreten.

Dieses sind im wesentlichen Bakterien (Borrelien) und Viren (FSME-Virus)

Während die FSME-Infektion eine gefährliche Virusinfektion des gesamten Körpers darstellt (Gefahr der Hirnhautentzündung), ist eine Borrelieninfektion zunächst eine örtliche Infektion und zumeist nach kurzer Zeit um die Einstichstelle herum sichtbar:

Diese lokale Infektion nennt man dann Borreliose. Die Borreliose muss unbedingt behandelt werden, da die Erreger sich sonst im Körper verbreiten und am Ende schwerwiegende Krankheitsverläufe hervorrufen (z.B. die gefürchtete Neuro-Borreliose)

Therapie der Borreliose:

Es stehen mehrere gut wirksame Antibiotika zur Verfügung, z.B.

Doxycyclin   2x100mg /Tag   2 Wochen lang. Neuere Leitlinien diskutieren auch wesentlich höhere Dosierungen (2x200 mg/Tag), siehe

de.wikipedia.org/wiki/Erythema_chronicum_migrans#1._Stadium:_Lokalinfektion

Amoxicillin  2x1000mg/Tag  2 Wochen lang

Cefuroxim  2x 500mg/Tag  2 Wochen lang