Praxis Dr.med. Hans Joachim von der Burchard

 

Prostatakrebs

Das Prostatakarzinom ist der häufigste Krebs beim Mann. Bei einer frühzeitigen Erkennung ist der Krebs zu einem sehr großem Teil heilbar. Da zu diesem Zeitpunkt der Tumor meistens keine Symptome zeigt, ist die Vorsorgeuntersuchung umso wichtiger!

Die Prostata ist eine Geschlechtsdrüse des Mannes, die einen Bestandteil des Spermas produziert. Sie befindet sich unterhalb der Harnblase und vor dem Darm. Am häufigsten entsteht ein Tumor im hinteren Teil der Prostata zur Darmwand. Aus diesem Grund kann ein Tumor mit dem Finger bei einer rektalen Untersuchung tastbar sein.

Die Ursachen für das Prostatakarzinom sind noch ungeklärt. Allerdings kann man annehmen, dass Hormone, genetische Faktoren, Umweltfaktoren, fettreiche Ernährung und vor allem das Alter(!) das Risiko erhöhen.

Bei der Vorsorgeuntersuchung spielt der PSA-Wert (Prostata-spezifisches-Antigen) eine große Rolle. PSA wird in der Prostata hergestellt und unter anderem bei Krebs in höheren Mengen. Diese Untersuchung sollte bei Männern ab 45 Jahren jährlich durchgeführt werden. Ist der Wert höher als 4ng/ml sollte eine Gewebeprobe entnommen werden. Dies sollte auch bei einem Anstieg des PSA-Wertes im Verlauf sowie bei einem auffälligen Tastbefund mit dem Finger erfolgen. Ein Urologe kann dann diese Proben entnehmen und genauer untersuchen.

Wird ein Tumor festgestellt gibt es sehr viele Möglichkeiten zur Therapie und oftmals auch zur Heilung. Individuell aufgrund des Patientenalters, des PSA-Wertes, des Tumor Typs und Ausbreitung wird sich dann für ein Therapieverfahren entschieden:

Patienten bei frühzeitiger Erkennung und kompletter Entfernung des Tumorgewebes haben eine Heilungsrate von über 90%. Wird der Tumor erst sehr spät entdeckt sinkt die Heilungsrate auf bis zu 25%.

Aus diesem Grund ist die regelmäßige Vorsorge zur Früherkennung ein wichtiger Bestandteil der Routineuntersuchung des Mannes!