Praxis Dr.med. Hans Joachim von der Burchard

Mandelentzündung (Angina tonsillaris)

 Auch bekannt als eitrige Mandelentzündung.

Hierbei handelt es sich meist um eine bakterielle Entzündung der Rachenmandeln. Die Erreger sind Bakterien, welche in der normalen Mundflora vorkommen. Die häufigsten Erreger sind Streptokokken, seltener sind Staphylokokken, Pneumokokken und Hämophilus influenza.

Was sind die Symptome?

Durch die Entzündung kommt es zum Anschwellen der Mandeln, was zu Schluckbeschwerden führen kann. Ein weiteres Zeichen der Entzündung ist das Anschwellen der Halslymphdrüsen. Außerdem kommt es zu einem allgemeinen Krankheitsgefühl mit Kopfschmerzen, Abgeschlagenheit und Fieber. Bei besonders schweren Entzündungen kann es auch zu Schmerzen bei der Mundöffnung kommen.

Bei der Untersuchung sind dann die geschwollenen rötlichen Mandeln mit eitrigen Belägen zu sehen

 

Eine akute eitrige Mandelentzündung muß stets mit einem Antibiotikum behandelt werden. Unter Umständen wird ein Abstrich von der Mandelschleimhaut genommen, um die Erreger zu klassifizieren. Eine Blutuntersuchung ist normalerweise nicht notwendig.

Typische Antibiotika:

- Penicillin 3 x 1 Mega Einheiten

- Doxycyclin 100-200mg pro Tag je nach Körpergewicht

Die akute Mandelentzündung heilt in der Regel innerhalb von zwei Wochen komplikationslos aus. Seltene Komplikationen sind der Peritonsillarabzess (hierbei handelt es sich um eine Gewebseinschmelzung mit Eiteransammlung), Herzklappenbefall mit Bakterienbesiedlung und das seltene Krankheitsbild des 'rheumatische Fiebers'.