Praxis Dr.med. Hans Joachim von der Burchard

 

Periphere arterielle Verschlusskrankheit (pAVK)

Auch bekannt als periphere Durchblutungsstörung, Schaufensterkrankheit, Claudicatio intermittens oder Raucherbein.

Bei der pAVK handelt es sich um einen chronischen Gefäßverschluss, meist bedingt durch eine vorbestehende Artherosklerose (Verkalkung der Gefäße). In 90% der Fälle sind die Beine betroffen, bei 10% der Patienten die Arme. Oft sind beide Beine in unterschiedlichem Ausmaß betroffen.


Risikofaktoren


Symptome

Die Erkrankung wird im Anfangsstadium von Patienten nicht bemerkt, da der Körper Umgehungskreisläufe (kleinere Arterien werden stärker durchblutet und beginnen zu wachsen) ausbilden kann. Erst bei 80% Verengung der Arterien ist der Puls unterhalb des Verschlusses nicht mehr zu tasten.

Durch die Minderdurchblutung der Beine kommt es zu Kälte und Schmerzen bei Belastung. Den Patienten fällt auf, dass sie beim Laufen öfters stehen bleiben müssen, damit die Schmerzen in der Beinen nachlassen. Später kommt es auch zu Schmerzen in Ruhe, vor allem nachts. Bei Fortschreiten der Erkrankung kann es durch die geringe Blutversorgung zu Gewebsuntergang kommen.

Auch die Nerven können mit befallen werden,  so dass es zu Taubheitsgefühl und brennende Schmerzen kommen kann.

Diagnostik

Neben dem Tasten der Pulse wird auf unterschiedlicher Höhe der Beine der Blutdruck gemessen (Verschlussdruckmessung). Hinter der Gefäßenge kommt es zu einem Abfall des Blutdruckes. Der Blutfluss in den Gefäßen kann ausserdem im Ultraschall dargestellt werden. Mittels radiologische Gefäßdarstellung (Angiographie) mit Kontrastmittel gelingt eine genaue Lokalisation der Gefäßenge sowie eine Darstellung der Umgehungskreisläufe, sodass eine mögliche  Operationsindikation abgeschätzt werden kann.

 

Therapie

Im Vordergrund stehen die Ausschaltung oder Minimierung der Risikofaktoren. Durch gezieltes Gehtraining kommt es meist zu einer Besserung der Beschwerden beim Laufen.Um die Durchblutung der engen Gefäße zu verbessern sollte eine Dauermedikation mit blutverdünnenden Mitteln wie ASS durchgeführt werden.Bei schon länger bestehenden Beschwerden sollte über lumeneröffnende Maßnahmen (Stenteinlage, Bypass-OP)  nachgedacht werden.

Ein Fortschreiten der Krankheit kann nur erreicht werden indem die Risikofaktoren ausgeschaltet oder minimiert werden.