Praxis Dr.med. Hans Joachim von der Burchard

Die Carotis-Stenose

Jährlich werden weit über 100.000 Patienten wegen eines Schlaganfalls in Krankenhäuser notfallmäßig eingewiesen. Bis zu 40% aller Schlaganfälle verlaufen tödlich. Die meisten Schlaganfälle kommen durch eine teilweise Verengung der Halsschlagader zustande.


Als Carotis-Stenose wird die Verengung (= Stenose) der Halsschlagader (Arteria carotis) bezeichnet. Ursache ist in aller Regel die sog. Verkalkung der Halsschlagader mit Einengung.

Die Carotis-Stenose findet sich überwiegend bei älteren Menschen, aber kann auch bereits ab 40 Jahren auftreten.


Das Hauptrisiko besteht in der Auslösung eines Schlaganfalls (Apoplex), der in ca. 40% der Fälle tödlich verläuft. Hierbei kommt es zu einer schlagartigen Verminderung der Blutversorgung von bestimmten Hirnbereichen. Die entsprechenden Hirngebiete arbeiten nicht mehr und die Gehirnzellen können untergehen: ein dauerhafter Schaden ensteht. Schwere bleibende Funktionsausfälle stellen dann eine enorme Belastung für den Patienten und seine Umgebung dar (Lähmungen, Verlust der Sprache und Intelligenz).
 

Man teilt die Verengung der Arteria carotis in unterschiedliche Stadien ein:

Stadium I: zumeist symptomlos

Stadium II: zeitweise Ausfallserscheinungen (Kribbelgefühle im Arm oder Gesicht, leichte Sprachstörungen wie z.B. verwaschene Sprache)

Stadium III: Schlaganfall mit frischen massiven Ausfällen (Lähmungen, Sprachausfall etc.)

Stadium IV: durchgemachter Schlaganfall mit Dauerschäden, welche sich nicht mehr zurückbilden.